220.03 Zugänglichkeit gebäudetechnische Installationen, Maschinen und Grossgeräte
Vorgabenbeschrieb
Die vertikal geführten Lüftungs- und Sanitärinstallationen sind über alle Geschosse einfach zugänglich sowie reparierbar, demontierbar, erneuerbar und erweiterbar. Die Anordnung im Grundriss erlaubt kurze Erschliessungswege.
Die horizontal geführten Lüftungs- und Sanitärinstallationen sind ohne grossen Aufwand zugänglich sowie reparierbar, demontierbar, erneuerbar und erweiterbar.
Die Positionierung und Dimensionierung der Zugänge zu Technikräumen und Zentralen gewährleisten, dass der Ersatz von fest installierten Maschinen und Grossgeräten einfach und ohne bauliche Massnahmen erfolgen kann.
Für Erneuerungsvorhaben wird zusätzlich positiv bewertet, wenn die Zugänglichkeit von mehr als der Hälfte aller fest installierten Maschinen und Grossgeräten im Vergleich zum Zustand vor den Erneuerungen deutlich verbessert wurde.
Nachweisbeispiel
Als Nachweis können folgende Dokumente phasengerecht erwartet werden (Auszug Vorgabenkatalog Zusatz ECO, Version 2023.1):

Grundrisse, Schnitte, Detailpläne, HLKS-Pläne, Installationskonzepte und -beschreibungen enthalten Informationen, wie die vertikalen und horizontalen HLKS-Leitungen geführt werden. Offengeführte oder solche hinter einer Schrankfront oder Leichtbauwand, ebenso wie bei genügend grossen und im optimalen Abstand angeordneten Revisionsöffnungen sind einfach zugänglich und reparierbar und erfüllen die Anforderung.
In der Planung sollte früh definiert werden, in welchen Bereichen Installationszonen vorgesehen sind und wie diese im Betrieb zugänglich bleiben (z.B. über Revisionsklappen, abnehmbare Fronten, abgehängte Decken). Diese Überlegungen sollten in einem kurzen Installationskonzept festgehalten und mit den HLKS-Plänen abgeglichen werden.
Bei Maschinen und Grossgeräten wird überprüft, ob der Weg und die (Tür-)Öffnungen zu den Räumen genügend breit / den Dimensionen von Geräten (im zerlegten Zustand) entsprechen. Auch eine nichttragende Wand zur Tiefgarage oder Anordnung der Grossgeräte auf dem Dach oder in einem separaten Gebäude sind positiv zu bewerten.
Beispiele
Die Beispiele zeigen, wie auf Planunterlagen klar ersichtlich gemacht werden kann, wo Leitungen geführt werden und wie sie später zugänglich sind. Wichtig ist eine eindeutige Legende sowie eine konsistente Darstellung über alle Geschosse hinweg.
Beispiel 1: Zugänglichkeit horizontale HLKS- Leitungen in der Installationsebene – der Ausschnitt zeigt die horizontalen HLKS-Leitungen in der Installationsebene hinter einer abgehängten Decke, welche einfach demontiert werden kann, ohne dass tragende oder andere angrenzende Bauteile zerstört werden. Für die Zertifizierung werden alle Pläne (übers ganze Gebäude) mit entsprechend kennzeichneten Bereichen eingereicht.

Beispiel 2: Zugänglichkeit vertikale HLKS- Leitungen – der Ausschnitt zeigt die vertikalen HLKS-Leitungen in der Installationsebene hinter einer Leichtbauwand, welche einfach demontiert werden kann, ohne dass tragende oder andere angrenzende Bauteile zerstört werden. Dies sollte auf allen Plänen ersichtlich sein, entsprechende Kennzeichnung (Farbe, Text oder Rahmen) verschaffen eine gute Übersichtlichkeit.

Beispiel 3: In der Ausführungsphase kann die Zugänglichkeit zusätzlich mit Fotos dokumentiert werden, insbesondere dort, wo Installationen nachträglich verkleidet oder überbaut werden. So bleibt auch bei späteren Erneuerungen ersichtlich, wo Leitungstrassen verlaufen und wie sie geöffnet werden können.
Grundriss – Steigzonen kurz und zentral erschlossen, vertikal geführte gebäudetechnische Installationen sind über alle Geschosse einfach zugänglich.

Beispiel für gelungene Umsetzung in einem Projekt (provisorisch oder definitiv zertifiziert): Gewerbehaus MACH