220.06 Rückbaufähigkeit
Vorgabenbeschrieb
Es werden lösbare, rein mechanische Befestigungen verwendet, welche den späteren Austausch, die Verstärkung oder Wiederverwendung der Bauteile erlauben, ohne dass angrenzende Bauteile beschädigt oder erneuert werden müssen.
Bei Erneuerungsvorhaben werden nur die neu eingebauten Bauteile oder Bauteilschichten bewertet.
Nachweisbeispiel
Als Nachweis können folgende Dokumente phasengerecht erwartet werden (Auszug Vorgabenkatalog Zusatz ECO, Version 2023.1):

Zunächst Konzept und im fortgeschrittenen Planungsstadium werden die Fassadenschnitte, Detailpläne, Anschlussdetails etc. auf die Verbindungen einzelner Bauteile bzw. Bauteilschichten geprüft. Sind diese überwiegend mechanisch und wiederlösbar ausgeführt, kann die Zirkularität gewährleistet werden. Je nach Bauweise und Material sind Schwerpunkte unterschiedlich.
Bei komplexeren Projekten empfiehlt sich ein kurzes Rückbau- oder Zirkularitätskonzept, in dem die wesentlichen Bauteilgruppen (Fassade, Tragstruktur, Innenausbau, Gebäudetechnik) mit ihren Verbindungsarten und dem vorgesehenen Rückbaupfad beschrieben werden.
Beispiele
Beispiel 1: Detail Fenster/Anputzleiste – Arbeitsablauf Rückbau und Trennung einzelner Bauteile. Der beschriebene Arbeitsablauf für den Rückbau zeigt, in welchen Schritten Bauteile gelöst, demontiert und getrennt werden können, ohne angrenzende Schichten zu beschädigen. Solche Abläufe verdeutlichen, dass Rückbaufähigkeit nicht nur planerisch, sondern auch praktisch umgesetzt wurde.

Beispiel für gelungene Umsetzung in einem Projekt (provisorisch oder definitiv zertifiziert): Gewerbegebäude Regensdorf (Rückbaufähigkeit von Gebäudehülle und Sekundärstruktur)
Beispiel 2: Dokumentation Rückbaubarkeit, Phase: Ausführung:

Bei der Realisierung kann die Rückbaufähigkeit zusätzlich anhand einer Fotodokumentation mit kurzen Kommentaren festgehalten werden. Dabei werden typische Anschlussdetails, Befestigungsarten und modular aufgebaute Bauteile dokumentiert.


Beispiel für gelungene Umsetzung in einem Projekt (provisorisch oder definitiv zertifiziert): Haus des Holzes, Sursee (Rückbaufähigkeit von Gebäudehülle, Primär- und Sekundärstruktur und Gebäudetechnik)